SPD stellt Dr. Thomas Kreuder als Oberbürgermeister-Kandidaten vor

Nach dem einstimmigen Beschluss von Vorstand und Beirat hat die SPD in einer Pressekonferenz am 23. September 2020 ihren Kandidaten für die OB-Wahl am 14. März 2021 vorgestellt. Lesen Sie hier sein Pressestatement. Weitere Informationen zum Kandidaten finden Sie auf seiner Homepage unter www.thomas-kreuder.de

(Es gilt das gesprochene Wort)

„Ich bewerbe mich um das Amt des Oberbürgermeisters von Bad Homburg nach langer,reiflicher Überlegung. Nach der Anfrage des Ortsvereins- und Fraktionsvorstandes habe ich viele Gespräche geführt: Mit meiner Familie, mit anderen SPD-Mitgliedern, mit unseren Freunden.

Bad Homburg und seine Menschen haben mehr verdient als sie in den letzten 5 Jahren bekommen haben: Mehr Ideen, mehr Machen und Zupacken, mehr Empathie. Ich habe mich zur Kandidatur entschieden, weil ich das kann und überzeugt bin, ein besserer Oberbürgermeister zu sein.

Seit meiner Mitgliedschaft im Gonzenheimer Ortsbeirat beobachte ich die Rathauspolitik in Bad Homburg intensiver. Was mir auffällt, als jemand der die letzten 20 Jahren seines Berufslebens in Leitungspositionen in der Privatindustrie verbracht hat, ist: wenig Bewegung, wenig Begeisterung, viel Routine, viel „Weiter so“. So erreicht man nichts.

Meine Kandidatur steht unter dem Motto:

Mehr wagen !

Ich lade alle Bad Homburgerinnen und Bad Homburger ein, mehr zu wagen für Klimaschutz, sicherem und schadstoffarmen Verkehr, für zukunftsweisende Modellprojekte, für eine offene Stadtgesellschaft, die alle einschließt, für kreative Reaktionen auf die Einschränkungen, die „Corona“ gerade für Jüngere gebracht hat, die Ältere in Betreuungseinrichtungen nicht vergisst, die Handel und Gastgewerbe wieder aktiv auf die Beine hilft.

Hier einige Beispiele für das, was ich mit mehr Ideen, mehr Machen und Zupacken, mehr Empathie meine:

  1. Aus meiner Sicht ist das Vorhaben zum künftigen Kurhaus als Trauerspiel gestartet. Was der Verwaltung zum Herzstück unserer Stadt einfällt, sind „Machbarkeitsstudien“, einmal zur Sanierung, andermal zum Neubau in genau 2 Varianten, nämlich „historische“ und „moderne“ Fassade.  Im Gegensatz zu solchenÄußerlichkeiten muss es doch darum gehen, die Grenzen des „Machbaren“ zu erweitern, neue Möglichkeitsräume zu erschließen. Ich als OB hätte zu einem breiten Ideenwettbewerb unter Beteiligung der Bürgerschaft eingeladen und kreativ ausloten lassen, was unter den gegebenen Bedingungen des Gebäudes, seiner Lage und den Perspektiven für das Kur- und Kongresswesen in den nächsten Jahren die größen Chancen für Bad Homburg und seine Bevölkerung eröffnet. Darum muss es doch gehen, um die Zukunft ! Und darum, Begeisterung zu wecken ! ISEK 2030 war zu Beginn ein guter Impuls. Inzwischen sieht es so aus, als hätte man im Rathaus aus Angst vor der eigenen Courage den Mut verloren.
  2. Die „Corona“-Pandemie hat unsere Gesellschaft hart getroffen. Sie lastet auf uns, nimmt uns Möglichkeiten und Lebensfreude. Und sie hat bereits viele Existenzen zerstört, viele sind bedroht. Wir wissen nicht, was Herbst und Winter bringen werden, ob der nächste „Lockdown“ droht. Ich als OB hätte in einer solch schwierigen Lage das Heft des Handels nicht einem „Krisenstab“ überlassen, der etwa Sitzbänke in der Innenstadt vernageln ließ. Ich hätte michpersönlich von Beginn an aktiv um Unterstützung für Betroffene, um nachhaltige Lösungen für Handel und Gastronomie bemüht. Ich als OB hätte zu Ideen und Mitarbeit eingeladen, um Handel und Gastronomie widerstandsfähiger zu machen, auch um im Interesse von uns allen die Lebensqualität eines vielfältigen Angebotes zu sichern. Der vom Ortsbeirat Innenstadt seit Dezember 2019 geforderte Runde Tisch zur Weiterentwicklung der Louisenstraße hat immer noch nicht getagt. Wegen „Corona“ ausgefallen, konnte man in der Zeitung lesen. In der Privatwirtschaft, wo ich tätig bin, ist nichts ausgefallen, wurden rasch alternative Kommunikationsformate genutzt, wurde sich digital vernetzt, wurden viele neue, gute Ideen entwickelt und umgesetzt. Während viele Kommunen, etwa unsere Nachbarstadt Frankfurt a.M., sich an dem Wettbewerb des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung zur „Nationalen Stadtentwicklungspolitik Post-Corona-Stadt“ beteiligt haben, müssen wir befürchten, dass man im Bad Homburger Rathaus dieses Projekt verschlafen hat. Ich frage: Brauchen wir keine Ideen, um aus der Krise zu kommen und Handel, Gewerbe und Hotellerie aus der Krise zu helfen ? Brauchen wir die Millionen Fördergelder nicht, die einzuwerben möglich wäre ? Diese Versäumnisse haben etwas mit mangelnder Führung zu tun und etwas mit fehlenden Ideen in der Führung.
  3. Zum Klimaschutz ist in den letzten Jahren nichts passiert. Seit der Entzug des Bäderstatus´ wegen der Schadstoffwerte rund um den Kurpark nicht mehr unmittelbar droht, scheint man im Rathaus zu glauben, es sei alles in Butter. Wertvolle Zeit ist schon verloren gegangen und verstreicht weiterhin. Seit dem Jahr 2000 -2000 !- beschäftigt man sich mit einem „Integriertem Klimaschutz-Rahmenkonzept“. Eine Umsetzung von Maßnahmen war 2018 vorgesehen. Nun heißt es, der Zwischenbericht werde im nächsten Jahr erfolgen. Ich frage mich: Wurde beispielsweise genug getan, um bei der Sanierung des Rathauses Klimaschutz zu betreiben ? Ich als OB werde von Beginn an aktiv daran arbeiten und alle Möglichkeiten nutzen, damit Bad Homburg zum Ende der Amtszeit 2027klimaneutral ist. Jeder Teilbeitrag, jeder Teilschritt wird geprüft, angegangen und umgesetzt werden. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, Ideen zu liefern, eigene Beiträge zu leisten. Die Stadt wird dann, wo immer möglich, mit Beratung und Unterstützung Hilfe leisten. Zum Klimaschutz gehört eine enge Verschränkung von Klimaschutz mit Stadtentwicklung und Verkehr.  Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, wo immer möglich. Attraktive und sichere Strecken für den Radverkehr; ausgewiesene Rad-Routen für die beste Verbindung von den Ortsteilen in die Innenstadt, von Ortsteil zu Ortsteil.
  4. Bei der Stadtenwicklung werde ich als OB auch unkonventionelle Wege gehen, um voran zu kommen, um aus Begrenzungen das Beste und Meiste herauszuholen. In Bad Homburg ist Platz für Wohnen und Gewerbe knapp. Warum nutzen wir nicht die riesigen Parkplätze in den Gewerbegebieten besser ? Wir könnten den nötigen Parkraum in Parkhäusern schaffen, auf deren Dächern Solarstrom produzieren und die frei werdenden Flächen für Ansiedelungen nutzen. Mit mir als OB wird aus dem Bornbergein Modell für die Zukunft. Die verkehrliche Erschließung dieses bereits ausgewiesenen Wohngebietes ist nicht einfach. Warum wagen wir nicht den großen Wurf und machen aus einem vermeintlichen Nachteil einen zukunftweisenden Vorteil ? Warum realisieren wir dort nicht ein auto- und CO2-freies Projekt für generationenübergreifendes Wohnen und Arbeiten der Zukunft ? Ich lade dazu ein, mit kreativen Lösungen Bad Homburg besser zu machen.
  5. Ich werde mich als OB einsetzen für mehr Angebote für Jugendliche. Nur ein Beispiel: Ein Skater- und Sportpark auf der Salzwiese gegenüber dem Außenbereich der Taunustherme.
  6. Ich als OB hätte nicht geschwiegen zu der jammervollen Situation vieler Menschen in Betreuungseinrichtungen, die über Wochen ihre Familien und Freunde nicht sehen durften. Ich hätte die Einrichtungen in Bad Homburg aufgefordert, sich mehr einfallen zu lassen als bloße Kontaktverbote, ich hätte, wo immer möglich, die Hilfe der Stadt, Beratung, Unterstützung angeboten. Gut, dass es nun endlich auf Initiative der SPD einen „Runden Tisch Pflege“ gibt.
  7. Ich finde gut, dass das Stadtparlament dafür eintritt, zusätzliche Geflüchtete in Bad Homburg aufzunehmen. Entscheidend für die Beurteilung der Lage auf Lesbos ist für mich allein: die dortigen Zustände sind inhuman und inakzeptabel. Sie sind eine Schande für Europa. Meine Frau und ich sind bereit, wie schon 2015 wieder einen Geflüchteten bei uns zu Hauseaufzunehmen. Die Unterbringung in Familien ist die beste Voraussetzung für eine gelungene Integration. Und ich appelliere an alle anderen in Bad Homburg, denen es wie uns gut geht und Platz haben, sich ebenfalls für die Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Meine Frau und ich haben damit gute Erfahrungen gemacht; es lohnt sich und macht Freude, zum Gelingen der Integration beizutragen. Es geht um Handeln und Machen. Warten bis der globale Weltrettungsplan steht, hilft nichts und niemandem.

Ich werde ein fordernder Oberbürgermeister sein. Von mir können Sie im Rathaus Führung und Leidenschaft für´s Gelingen erwarten. Ich will Bad Homburg deutlich voran bringen.

Ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf der Ideen, den Wettstreit um die besten Konzepte für Bad Homburg und auf viele Gelegenheiten uns in den nächsten Wochen und Monaten noch besser kennenzulernen.“

 

Mehr über mich und meine Kandidatur auf: www.thomas-kreuder.de