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Der Weberpfad - Naherholung pur

Von Dipl.-Ing. Heinz-Peter Curdts (aus "Der Kirdorfer" 1/2005)

1899: Dr. med. Carl Weber läßt auf seine Kosten den Wanderweg "Weberpfad" anlegen. Diese kurze Anmerkung finden wir in der Zeittafel des Buches "Lebendiges Bad Homburg" von Friedrich Hofmann. Der Weberpfad begann seinerzeit am Sanatorium Baumstark und folgte dem Kirdorfer Bach etwa entlang der heutigen Höllsteinstraße bis Höhe Schillerstraße und schließlich entlang der Bachstraße bis zur Friedensstraße, dem heutigen Startpunkt. Von hier geht es weiter entlang des Baches bis zur Karlsbrücke. Nördlich des Marmorsteins mündet er in den König-Wilhelm-Weg.

Der Weberpfad ist Teil des vom Taunusklub mit dem Symbol "schwarzes Rechteck" markierten Weges, welcher - vom Bad Homburger Bahnhof kommend - weiter zum Hessenpark und schließlich bis Butzbach verläuft. Dieser Wanderweg führt auch heute noch am Sanatorium Baumstark, dem früheren Beginn des Weberpfades, vorbei.

Der Weberpfad ist ein klassisches Naherholungsgebiet, da es von vielen Menschen direkt zu Fuß erreicht werden kann. Man muss nicht immer mit dem Auto bis in den Taunus zu fahren, um einen kleinen Erholungsspaziergang zu machen. Durch die zahlreichen Verknüpfungen sind viele Ziele ohne Umwege zu erreichen. Dabei erfüllt der Weberpfad auch eine soziale Funktion, die heute wichtiger denn je ist: Man trifft sich, man grüßt sich, man kennt sich, man spricht miteinander - das ist nur zu Fuß möglich, der natürlichen, preiswertesten und umweltfreundlichsten Fortbewegungsart.

Gibt es Wünsche für den Weberpfad: Ja. Der Zustand nach Regen ist verbesserungswürdig. Eine Beschilderung fehlt weitgehend - der Name selbst fehlt, aber auch interessante Ziele wie z.B. Sportzentrum Nordwest, Saalburg, Hessenpark und natürlich Herzberg. Die frühere Trassierung ab Sanatorium Baumstark ließe sich (annähernd) wieder herstellen, wenn das Projekt „Tiefenbachweg“ realisiert wird (wir berichteten im „Kirdorfer“ 1/2004).

Und die ökologische Seite? Sicher ist der natürliche Verlauf des Kirdorfer Baches nicht optimal. Ökologie ist jedoch kein Selbstzweck – sie soll dem Menschen dienen. Das bedeutet auch Kompromisse und Abwägung mit anderen, in diesem Fall besonders soziale Interessen, die auch den Menschen dienen und gerade heute wichtiger denn je sind. Frisch auf zum fröhlichen Wandern!

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Bitte den Kopf einziehen! Wer auf dem Weberpfad wandert, muss hier durch. Über die Brücke wird ein einzelnes bebautes Grundstück an den Usinger Weg angebunden. (Bild: © Heinz-Peter Curdts)