Themen

PPR-Kreuzung

Von Dipl.-Ing. Heinz-Peter Curdts (aus "Der Kirdorfer" März 2001)

Das Thema PPR wird die Stadtverordneten in der nächsten Legislaturperiode beschäftigen. Die Verkehrsprobleme lassen sich jedoch nicht durch einen 3- oder 4-spurigen Ausbau lösen; auch die Betrachtung der Kreuzung ohne das Umfeld bringt uns nicht weiter. An erster Stelle unserer Bemühungen müssen die Sorgen der Anwohner stehen, die eine immer stärkere Lärmbelastung erfahren. Deshalb gilt für die SPD: Kein Um- oder Ausbau ohne Lärmschutzmaßnahmen.

1. Priorität muss heute die Verkehrsvermeidung sein. Der Wohnungsbau im Hintertaunus erzeugt Verkehr und muss daher gebremst werden. Stattdessen ist vor Ort die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern.

2. Der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel ist unumgänglich. Da das Angebot im Hintertaunus naturgemäß begrenzt bleiben wird, sind besonders Park&Ride-Angebote interessant. Um mehr Fahrgäste transportieren zu können, müssen die Zuglänge, die Durchschnittsgeschwindigkeit und der Fahrtakt der Taunusbahn erhöht werden.

3. Mit dem bereits vorgesehenen Ausbau der Autobahn A5 auf 8 Spuren und eine neu zu schaffende Auffahrt auf die Autobahn wird sich ein Teil des Verkehrs in das z.Z. deutlich geringer belastete Köpperner Tal verlagern. Ein Ausbau dieser Straße ist dabei nicht notwendig. Nebenbei wird auch die Friedberger Straße und die Durchfahrt durch Kirdorf deutlich entlastet (Verkehrsprognose des Ing.-Büro PTV Karlsruhe 1998).

4. Der trotz vorgenannter Maßnahmen verbleibende Durchgangsverkehr ist durch Unterführungen (die Begriffe "Tunnel" und "Deckel" meinen im Prinzip dasselbe) aus der geschlossenen Ortschaft zu nehmen. Die Pkw können dann ohne Halt durchfahren, der Schallschutz wird verbessert und die Verbindung zwischen Bad Homburg und Dornholzhausen wird (auch optisch) gestärkt.