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Sportzentrum Nordwest ... oder Kolpingstraße ?

Von Dipl.-Ing. Heinz-Peter Curdts (aus "Der Kirdorfer" 1/2002)

Seit das Sportzentrum Nordwest von der Stadtbuslinie 6 angefahren wird, mehren sich die Stimmen, die den Bus dort wieder "verscheuchen" wollen. Das verwundert etwas, denn es kommt eigentlich relativ selten vor, dass sich Bürger damit beschäftigen, wo ein Bus nicht hinfahren soll.

Bei Nachfrage erfährt man meist, dass es eigentlich darum geht, an Nachmittagen und am Sonntag wieder die Kolpingstraße zu bedienen. Aber warum sagt man nicht einfach was man will und nicht, was man nicht will ? Warum versucht man statt dessen, die Anbindung der Sportanlagen schlecht zu reden ? Das führt unweigerlich zu Missverständnissen.

Um es ganz klar zu sagen: Eine Sportanlage wird viel von Jugendlichen besucht und die haben nun mal keinen Führerschein. Nicht jeder hat immer einen Chauffeur bereit. Und manche Eltern sind sicher froh, wenn sie ihren Sprößling auch mal auf das gute Stadtbus-Angebot verweisen können.

Was spricht nun dagegen, sowohl die Kolpingstraße als auch das Sportzentrum zu bedienen: Eigentlich nichts. Die derzeitige Splittung hat einen - wenn man es weiß - einfachen Grund. Ein vom Sportzentrum zur Steinkaut fahrender Bus ist nach 57 Minuten wieder zurück und kann dann 3 Minuten später die nächste Runde machen. Eine Verlängerung dieser Zeit bedeutet die Notwendigkeit, einen zusätzlichen Bus samt Fahrer einzusetzen (mit entsprechenden Kosten).

Langfristig kann nur eine Änderung der Linienführung helfen. Wenn die Linie 6 nicht mehr zur Steinkaut fährt, sondern z.B. nach Gonzenheim (derzeitige Linie 4) wären die notwendigen Minuten eingespart, um sowohl die Kolpingstraße als auch das Sportzentrum zu bedienen. Damit wäre dann den meisten Bürgern geholfen.

Einige werden dann sicher künftig umsteigen müssen. Aber dies lässt sich nicht verhindern. Denn andere wiederum werden sich freuen, dass sie künftig nicht mehr umsteigen müssen. Wichtig ist, dass jeder Bürger ohne Umsteigen die Innenstadt und den Bahnhof erreichen kann und jedes beliebige andere Ziel in Bad Homburg mit einem einmaligen Umsteigevorgang zu erreichen ist.

 

Sportzentrum Nordwest ... oder Kolpingstraße ? (Teil 2)

Von Dipl.-Ing. Heinz-Peter Curdts (aus "Der Kirdorfer" 2/2003)

"Sportzentrum Nordwest ... oder Kolpingstraße?" lautete die Frage, mit der wir uns im Kirdorfer 1/2002 beschäftigten. "Sportzentrum Nordwest und Kolpingstraße!" war unsere Antwort und genau so soll es jetzt auch umgesetzt werden. In der Oktober-Stadtverordnetenversammlung wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog beschlossen, der sich mit Verbesserungen des Stadtbusverkehrs befasst. Unter 2.5 heißt es dort wörtlich:

"Das Sportzentrum Nordwest sollte wieder durch die Stadtbuslinie 6 erschlossen werden. Durch eine geänderte Linienführung über Usinger Weg - Weißkreuzweg - Kolpingstraße - Im Lehmkautsfeld - Usinger Weg - Sportzentrum Nordwest und auf demselben Weg zurück können sowohl die Bedürfnisse der Bewohner Tiefenbachwiesen als auch die der Sportler und Wanderer berücksichtigt werden.

Da der Wendehammer und die Haltestellen am Sportzentrum Nordwest bereits vorhanden sind, wird empfohlen die Maßnahme zum Fahrplanwechsel 2003/2004 durchzuführen."

Mit den beiden Haltestellen "Usinger Weg" und "Sportzentrum Nordwest" werden eine ganze Reihe von Zielen erschlossen: Neben dem eigentlichen Sportzentrum (Stadion, Kunstrasenplatz) gibt es das Schießsportzentrum, die Gaststätte "Schützenklause", der Reiterhof, die Kleingolfanlage und die Kleintierzüchteranlage. Wanderer und Spaziergänger erreichen den Weberpfad, den Rotlaufweg und das Kirdorfer Feld.

Unbefriedigend ist nach wie vor die Erschließung per Auto, muss man doch durch die "halbe Stadt" (vor allem durch Kirdorf) fahren, um ans Sportzentrum zu gelangen. Bei einem Umbau der Bundesstraße 456/Saalburgchaussee im Rahmen des Großprojektes "PPR" ist daher eine vollständige Anbindung der Sportanlage an die Bundesstraße unumgänglich, um den Verkehr aus den Wohngebieten heraus zu halten. Das wird aber sicher noch etwas dauern.