Wie entstand die AfA ?
Die AfA wurde 1973 von dem die SPD über Jahrzehnte mitprägendem Herbert Wehner gegründet.
Herbert Wehner war Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag in Bonn. Er und andere schafften mit der AfA ein Forum in der SPD, mit dem Arbeitnehmerpolitik durch direkt Beteiligte innerhalb der SPD umgesetzt werden konnte. Er wandte sich an die Tausende in der SPD organisierten Betriebs- und Personalräte, die genau wissen, welche Nöte, Sorgen und Wünsche Arbeitnehmer in den Betrieben haben.
Den Gewerkschaften im DGB, der SPD oft nahestehend, sollte durch die AfA ein Schulterschluss mit der SPD, aber auch eine konstruktive Auseinandersetzung mit der gängigen Politik in der SPD ermöglicht werden.
Die AfA, die in allen Ebenen der SPD gegründet wurde, vom Bundesvorstand bis in die Unterbezirke und Ortsvereine, ist eine respektierte Arbeitsgemeinschaft. Damals wie heute wird die AfA durch SPD-Betriebsorganisationen in vielen großen Unternehmen bzw. durch SPD-Vertrauensleute in zahlreichen kleinen Unternehmen vertreten.
Was macht die AfA ?
Für die SPD sind die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften ein unschätzbarer Vorteil in meinungsbildenden Prozessen.
So ist die AfA durch ihre Nähe zu Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein in der Wahrnehmung von Arbeitnehmerbedüfnissen gefragter Partner in den Gremien der SPD.
Die AfA nimmt Probleme zeitig in den Betrieben auf, sei es zur Sozialversicherung, zum Arbeitsrecht oder zu Fragen der Betriebsverfassung und gibt sie innerhalb der SPD auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene weiter.
Dort sorgt die AfA für die Durchsetzung dieser Arbeitnehmerinteressen.
Was macht die AfA vor Ort?
Die AfA im SPD-Unterbezirk Hochtaunus hält engen Kontakt zu den Betrieben im ganzen Taunus. Sie stärkt die Arbeitnehmervertretungen und begleitet durch Firmenbesuche die wirtschaftliche Entwicklung im Einzugsbereich.
Die AfA in der SPD Hochtaunus vertritt klare politische Positionen:
Was will die AfA ?
Die AfA steht für eine Politik, die sozial, demokratisch und gerecht ist. Sie steht für eine Politik der Menschlichkeit, die die schwächeren Teile unserer Bevölkerung nicht immer genießen können.
Die AfA steht für aktive moderne sozialdemokratische Politik im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen wissen, dass die SPD jederzeit bereit ist, sich mit guten Gespür für sie einzusetzen.
Die AfA stärkt die SPD durch Betriebs- und Öffentlichkeitsarbeit.
Herbert Wehner (1906-1990):
"Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen ist die Herzkammer der SPD"
Jahresbericht 2001 der AfA im SPD Unterbezirk HochtaunusEin Jahresbericht liest sich schlecht, wenn er nicht durch und mit einigen Daten gefüttert wird. Um mit einem Datum diesen Bericht zu beginnen, steht im Zentrum der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) Arbeit 2001 der 20. August. Der 20.August war der Tag der Wiedergründung der AfA im Hochtaunus. Als Ort dieser Wiedergründung wurde das Jugendgästehaus in Bad Homburg auserkoren. Eine durch den Unterbezirksvorstand Hochtaunus (Dr. Stephan Wetzel / UB Vorsitzender und Helmut Bruns / UB Geschäftsführer) organisierte Arbeitnehmerkonferenz führte zu Vorstandswahlen, ein Referat des ehemaligen Staatssekretärs im Sozialministerium Dietmar Glaßer zur Sozialpolitik begleitete den Abend. Als Gäste konnte der UB Vorstand die Landtagsabgeordneten Petra Fuhrmann und Hildegard Klär, sowie den Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis 177 Dr. Frank Schmidt begrüßen. Nach einem einführenden Referat zu den kommenden Aufgaben (Stärkung von Betriebs- und Personalräten, Zusammenarbeit mit den DGB Gewerkschaften, Einbringen von Arbeitnehmerinteressen innerhalb der SPD-Gremien, Stärkung der SPD im gesamtem Kreisgebiet) der AfA durch den designierten Vorsitzenden Jürgen Brogsitter / OV Bad Homburg, wurden die Wahlen durchgeführt. Es wurden im einzelnen gewählt:
Die politische Arbeit der nächsten Monate nach der gelungenen Konferenz beinhaltete einen langsamen Aufbau der AfA Präsenz innerparteilich, aber auch in der Öffentlichkeit. So wurde z. B. ein Betriebsbesuch der AfA Anfang Dezember bei dem krisengeschüttelten Bad Homburger Maschinenbauunternehmen P.I.V. Werner Reimers Antriebs AG (heute P.I.V. Drive) zusammen mit Dr. Frank Schmidt durchgeführt. Der in der Belegschaft für die SPD positiv aufgenommene Besuch bekam in der Presse aufgrund journalistischer Meinungsfreiheit nicht den Beifall den er verdient hatte. Ca. 150 leider trotz einer Beschäftigungsgesellschaft abzubauende Arbeitplätze rufen geradezu nach sozialdemokratischer Unterstützung. Wer sonst als die SPD soll sich bei dem Kampf um Arbeitsplatzerhalt für Arbeitnehmerinteressen stark machen? Der zweite Betriebsbesuch der AfA im Dezember bei der Deutschen Leasing AG in Bad Homburg zusammen mit dem Bad Homburger Fraktionsvorsitzenden Axel Schlicksupp war von großem Erfolg gezeichnet. Ein Gespräch mit den Vorsitzenden des Betriebsrats Herrn Eimer und Herrn Dr. Wittmann, sowie des Vorsitzenden des Vorstandes Herrn Heitmüller brachte Probleme, aber auch Erfolge eines stetig wachsenden Unternehmens zu Tage. Eine sich ständig überhitzende Wachstumskurve bringt naturgemäß auch Betriebsräte nicht nur in ihrer Eigenschaft als Co-Manager in schwieriger Situationen. Begleitende Presse zu Arbeitnehmerproblematiken, so z. B. der Arbeitsplatzabbau im Kreditgewerbe, (innerhalb der Taunus-Sparkasse, aber auch im bundesweiten Trend der Konzentrationen der Großbanken) beeinhaltete die Arbeit der AfA im Winter. Weitere Überlegungen des Vorstands der AfA zu politischen Inhalten wie z.B. dem Hessischen Vergabegesetz (Tariftreue der an öffentlichen Aufträgen partizipierenden Unternehmen) und des Erhalts der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung gingen in die Arbeit zum Jahresende ein. Ein großer Teil der Willensbildung des Vorstandes beanspruchte verständlicherweise auch die Forderung, die für Arbeitnehmer und Ihre Vertreter in Kreisen und Kommunen die von der Regierung Roland Koch verschlechterten Bedingungen im Hessischen Personalvertretungsgesetz.(HPVG) unter einer zukünftig sozialdemokratisch geführten Landesregierung zurück zu nehmen. Die Zusammenarbeit mit Gliederungen der Partei wie den anderen Arbeitsgemeinschaften, besonders mit der AfB aber auch der AsF hat ebenfalls Ihren Anfang genommen. Als Resümee kann die AfA auf ein erfolgreiches Jahr 2001 zurückblicken. Die geschlossene Unterstützung der gesamten SPD im UB Hochtaunus sowie die erwiesene Teamfähigkeit des Vorstands der AfA läßt positiv auf Jahr 2002 blicken. Die SPD braucht gerade im Jahr der Bundestagswahl sowie im anstehenden Landratswahlkampf eine selbstbewußt und die Partei unterstützende Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. Für den Vorstand der AfA im UB Hochtaunus |
Seit Montag vergangener Woche wird der Arbeitnehmerflügel der SPD im Hochtaunus wieder durch eine Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen vertreten. An der am 20. August 2001 zusammengetretenen Gründungskonferenz nahmen u.a. Dr. Frank Schmidt, vor kurzem als Nachrücker für die SPD in den Bundestag eingezogen, Petra Fuhrmann und Hildegard Klär, beide MdL, Helmut Bruns, Geschäftsführer des Unterbezirks Hochtaunus Dr. Stephan Wetzel, Vorsitzender des Unterbezirks Hochtaunus und Wolfgang Herder, Ortsvereinsvorsitzender Bad Homburg, teil.
Mit nur einer Gegenstimme bei 20 Ja-Stimmen, wurde Jürgen Brogsitter, Betriebsratsvorsitzender (BRV) der Ringspann GmbH , zum Vorsitzenden gewählt. Als seine Stellvertreter wurden Lothar Stock Personalrat des Landratsamts, mit 18 und Gabriele Korwisi Personalratsvorsitzende (PRV) der Stadtverwaltung Bad Homburg, mit 17 Stimmen ohne Gegenstimmen berufen. Zum Schriftführer wurde Metin Düslü (Fresenius Bad Homburg), zu seiner Stellvertreterin Marga Horlebein Betriebsrätin der Champion Zündkerzen bestimmt.
Mit sechs weiteren Beisitzern im Vorstand steht die AfA Hochtaunus für die Stärkung der Arbeitsnehmerrechte der 80.000 Arbeitnehmer im Kreis. Es wurden gewählt: Felix Auerswald (PRV des Landratsamts), Brigitte Berger (PRV Friedrich-Dessauer Gymnasium Frankfurt-Höchst), Manfred Oppermann (Dregis AG Frankfurt), Klaus Reile ( BRV Champion Zündkerzen), Horst Walz (BRV Seeger-Orbis Königstein) sowie Jochen Zieres (BR Mania GmbH Weilrod).
Wie der Vorsitzende Jürgen Brogsitter ausführte, sollen sie vor allem durch den engagierten Kontakt zu den Betrieben im Kreis erreicht werden Damit einher geht eine Stärkung der Betriebs- und Personalräte durch die AfA. Arbeitnehmerrechte und Arbeitnehmerfragen, ob im produzierenden Gewerbe, der Verwaltung oder auch in den Betrieben der New Economy, finden sich hier wieder, um über den SPD-Unterbezirk eingebracht zu werden. Eine gute Möglichkeit für den Kontakt zu den Arbeitnehmern sieht der AfA-Vorsitzende in der Gründung von Betriebsgruppen, die vor Ort tätig werden können. Nachdem AfA Arbeit im Unterbezirk vier Jahre brach lag, ist diese Gründungskonferenz ein guter Anfang, sozialdemokratische Arbeitnehmerpolitik wieder in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Tariftreue in Firmen zu beobachten welche die Nutznießer öffentlicher Aufträge sind, bei Tarifbruch auf die Nichteinhaltung hinzuweisen, ist eine der ersten Ansätze für die Arbeit der AfA Hochtaunus.
In einem Vortrag empfahl der AfA Bezirksvorsitzende Hessen Süd, Dietmar Glaser, ehemaliger Staatssekretär und ehemaliger Vorsitzende der IG Druck und Papier, darauf zu achten, dass die Politik nicht die Lösung aller Arbeitnehmerprobleme der AfA überlasse, vielmehr müssten sich die Politiker mehr mit den Arbeitnehmerangelegenheiten befassen. Konkret gibt es in der Bundesrepublik unter Berücksichtung der Rentner, Kranken, Alleinerziehenden und derer, die bereits Arbeit oder eine ABM-Stelle haben, ca. 200.000 Sozialhilfeempfänger, die dem Arbeitsmarkt zur Vermittlung zur Verfügung stehen. Wo sind die entsprechenden Stellen für diese Menschen? Weitere Themen für die AfA sind auch der drohende Arbeitsplatzverlust in den Krankenhäusern durch die propagierten Einsparungen im Gesundheitswesen, Neuregelung der Arbeitszeiten, Überwachung der Verbände wie AWO und Caritas, aber auch die Arbeit innerhalb der SPD, um Arbeitnehmerfragen z.B. in der Rentenpolitik einzubringen.
Kontakt:
Jürgen Brogsitter, Vorsitzender der AfA in der SPD Hochtaunus
Tempelhofer Weg 5, 61348 Bad Homburg, Telefon 06172/301776, juergen.brogsitter@t-online.de