9. November 2006
SPD Ober-Eschbach über die Entscheidung des Ortsbeirats enttäuscht
Im Rahmen der Haushaltsberatung für das Jahr 2007 wurde ein Antrag der SPD Fraktion über die Bereitstellung von Geldern für einen Jugendclub in Ober-Eschbach von allen anderen Fraktionen (CDU, NHU, Bündnis 90/die Grünen, FDP) im Ortsbeirat abgelehnt. Die Sozialdemokraten wollten 10.000 € im Haushalt für die Standortbestimmung eines Jugendclubs einbringen. Die Fraktionen im Ortsbeirat sahen keine Notwendigkeit in Ober-Eschbach einen Jugendclub zu installieren. Sie wiesen auf das Angebot der Vereine und den durch die ev. Kirchengemeinde betriebene Jugendclub Katakombe hin. Außerdem komme es in Ober-Eschbach immer wieder zu Problemen mit gewalttätigen Jugendlichen denen man nur noch mit harten Strafen und Polizei entgegen treten könne. Auch eine vor Jahren von der Stadt beauftragten Studie würde keinen Bedarf an einen Jugendclub ausweisen.
Die Vorsitzende der SPD Ober-Eschbach Bianca Kreß ist von dieser Entscheidung tief enttäuscht. „Natürlich muss man gegen gewalttätige Jugendliche vorgehen, sagt Sie, aber man muss den Jugendlichen auch die Möglichkeit geben sich unter Aufsicht eines Sozialarbeiters zu treffen und mit den Freunden zu plaudern. Diese Möglichkeit sehe ich in der Katakombe nicht. Gerade weil es keine Betreuung gibt, gewinnen die gewaltbereiten Jugendlichen die Oberhand. Dass die Fraktionen im Ortsbeirat noch nicht mal eine Standortprüfung zulassen finde ich bedauerlich“.
Den Hinweis, dass die Jugendlichen in Ober-Eschbach in die zahlreichen Vereine gehen könnten und es eine entsprechende Studie gebe lässt Kreß nicht gelten. „Wir haben durch Gespräche mit den Jugendlichen ein anderes Bild erhalten und sind der Überzeugung, dass ein Bedarf besteht. Ich bin selbst Mitglied eines Vereins und weiß, wie wichtig die Nachwuchsförderung ist. Wir müssen auch den Jugendlichen, die nicht Handball spielen oder in die Jugendfeuerwehr gehen, eine Alternative bieten und es muss die Gelegenheit eingeräumt werden, dass die Jugendlichen (Mädchen und Jungen) auch außerhalb des Vereins auch mal in Ruhe mit den Freunden reden können.
Wir sehen uns verpflichtet, den Jugendlichen einen Platz zu schaffen, wo Sie sich ungestört treffen können. Dies kann nach der Meinung von Kreß nur ein betreuter Jugendtreff sein. Auch bei familiären Problemen könnte der Betreuer im Jugendtreff ein Ansprechpartner sein. Auch würde ein erfahrener Betreuer die Möglichkeit haben, gewaltbereite Jugendliche fernzuhalten. Die SPD in Ober-Eschbach wird weiter für einen Jugendclub kämpfen, kündigt B. Kreß an.