5. Oktober 2006
Radfahren entgegen der Einbahnstraßenrichtung im Wohngebiet Frankfurter Landstraße, Gotenstraße, Am Römischen Hof, Lange Meile
Öffnen der Einbahnstraßen für das Radfahren in Gegenrichtung - ein seit langem verfolgtes Ziel der SPD-Fraktion, so Jürgen Stamm, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion.
Nachdem aus dem Bericht über die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer (Drucksache SV 6/ 27-3) nur Positives hervorging, sollte nun in einem Wohngebiet diese Ausweisung flächendeckend stattfinden. Dies deshalb, weil der einzige erkennbare Kritikpunkt darin liegt, dass Autofahrer oftmals nicht damit rechnen, dass Radfahrer eine Einbahnstraße in Gegenrichtung befahren dürfen.
Auch in Frankfurt/Main, wo man in den Wohngebieten möglichst flächendeckend diese Lösung anstrebt (und schon viel davon umgesetzt hat), hat man Eingedenk dieser Unsicherheit Wohngebiete komplett „umgewidmet“.
Das Wohngebiet in Gonzenheim eignet sich besonders deshalb für das Radfahren gegen die Einbahnstraße, weil es flächendeckend in einer 30-er Zone liegt, die Einmündungsbereiche der Einbahnstraßen gut einsehbar sind und das Gebiet durch seine Geschlossenheit für den Autofahrer leicht nachvollziehbar als Quartier, in dem Radfahrer entgegen der Richtung in Einbahnstraßen fahren dürfen, ausgewiesen werden kann.
Außerdem liegt hier schon eine der Straßen, die jetzt schon in Gegenrichtung befahren werden dürfen, nämlich die Feldstraße. Und schließlich gibt es hier auch eine größere Anzahl von Einbahnstraßen, die für die Radfahrer, wenn sie denn in Gegenrichtung befahren werden dürfen, deutlich attraktiver würden (In der Lach, Foellerweg, Hasselmannring, Im Weidegrund, Ahornweg).
Jürgen Stamm