Was wird aus der “Neuen Mitte“ in Gonzenheim ?
Die städtebauliche Entwicklung, Gestaltung des Ortskerns und die Verkehrberuhigung sind zentrale Themen im „ Kleinen Wahlprogramm “ der Gonzenheimer SPD
 |
Mit der Bebauung des Geländes ehem. Darmstädter Hof muss dringend ein Konzept zur Belebung und verkehrsberuhigten Gestaltung des Ortsmittelpunktes vorgelegt werden. (zum Vergrößern bitte anklicken) |
Die SPD Gonzenheim hat im Dezember 2005 ihr “Kleines Wahlprogramm“für die kommende
Legislaturperiode beschlossen. In der Diskussion um die dringlichsten
Weichenstellungen wurde schnell deutlich, dass die städtebauliche Gestaltung
unseres Stadtteils eine der politischen Hauptaufgaben für die Zukunft sein wird.
Dabei gilt es, dass Dauerthema Orts-kerngestaltung, endlich zu einem
vernünftigen Abschluss zu bringen. Zugleich ist den Bedürfnissen der in
Gonzenheim lebenden Menschen, wie es auch im Zentrenkonzept der Stadt Bad
Homburg vorgegeben ist, nachzukommen. Antworten auf diese und andere Fragen,
wie z.B. die Verkehrs-beruhigung gibt die SPD Gonzenheim in ihrem „Kleinen
Wahlprogramm“.
Neben der Debatte um die Zukunft, wurde in der
Sitzung auch über die in den zurückliegenden Monaten erreichten Maßnahmen
berichtet. Fasst unbemerkt konnten z.B., die behindertengerechte Umgestaltung
der Unterführung U-Bahn End-haltestelle, die Ergänzung der Beleuchtung in der
Frankfurter Landstraße, die Errichtung des Brunnens am Parkplatz des
Vereinshauses, die Einrichtung einer Sitzgruppe am Vereinshaus, die
Beschilderung der Fußwege zwischen Promenade, Seedammweg, Alt-Gonzenheim,
entlang des Möhrenbaches usw... durch entsprechende Initiativen der SPD umgesetzt werden.
Wie bisher, so wollen wir auch in Zukunft die
Anregungen, Wünsche und Probleme der Menschen in unserm Stadtteil aufgreifen
und versuchen, diese zu lösen oder umzusetzen. Wir bitten Sie deshalb weiterhin
mit uns im offenen Dialog für die Interessen Gonzenheims einzutreten.
Kleines Wahlprogramm der SPD Gonzenheim
Einen Ortsbeirat für Gonzenheim
An unserer Position, zur Installation eines Ortbeirates in unserem Stadtteil, hat
sich nichts geändert. Im Gegenteil, die jüngsten Diskussionen um die Gestaltung
des Ortskernes machen nur allzu deutlich, dass eine bürgernahe Politik den Dialog mit den Menschen vor Ort benötigt.
Deshalb treten wir weiterhin für die Einrichtung eines Ortsbeirats in
Gonzenheim ein. Die demokratisch gewählten Vertreter eines Stadtteiles tragen
erheblich dazu bei, dass Politik wieder etwas transparenter und für die
Bevölkerung ansprechbar wird.
 |
Der Verkehr aus Richtung Friedrichsdorf muss an der Ampel-kreuzung in Seulberg, vorrangig und möglichst ungehindert, in Richtung Umgehungsstraßen geführt werden. (zum Vergrößern bitte anklicken) |
Verkehrspolitik
Auch nach der Öffnung Umgehungsstraße Gonzenheim / Ober-Eschbach, für die wir jahrzehnte lang
gestritten haben,sind die Verkehrsprobleme in Gonzenheim noch
nicht gelöst. Obwohl sich die Situation spürbar verbessert hat, sucht sich nach
wie vor ein großer Teil des Berufsverkehrs aus Richtung Friedrichsdorf kommend seinen Weg durch unseren Stadtteil,
mit Zielrichtung Südring.
In dem vor uns liegendem Jahr
wird sich die Lage in Gonzenheim vermutlich wieder dramatisch zuspitzen. Denn mit der einjährigen
Schließung der Frieberger Straße in Kirdorf wird sich auch das
Verkehrsaufkommen in Gonzenheim wieder erhöhen. Für uns gilt es schon jetzt
geeignete Maßnahmen zu treffen oder einzuleiten, die dazu führen, dass die zu erwartende Belastung auf ein Minimum
reduziert wird. Hierzu gehören vor allem auch Abstimmungsgespräche mit der
Stadt Friedrichsdorf, um einen möglichst ungehinderten Verkehrsfluss an der
“Ampelkreuzung Seulberg“ in Richtung Umgehungsstraßen zu gewährleisten.
Die von uns schon lang geforderte und beantragte Umwidmung der Friedrichsdorfer Straße von einer
Landes- in eine Gemeindestraße könnte schon längst erfolgt sein. Damit wäre der
Weg frei, um sofort mit Verkehrsberuhigenden Maßnahmen beginnen zu können. Wir
wollen dies mit Nachdruck vorantreiben und im gesamten Ortskern Tempo 30 Zonen
einrichten.Diese müssen so ausgestaltet sein, dass die Straßen über ihre reine Verkehrsfunktion hinaus
auch wieder für die Menschen zum Wohn- und Erlebnisraum werden. Unsinnige
Lösungen wie z.B. ein Kreisverkehr Ecke Kirchgasse / Alt-Gonzenheim / Haberweg
lehnen wir ab. Eine gleichberechtigte Nutzung des Verkehrsraumes von Fußgänger
und Fahrzeugen ist unser Ziel.
 |
Am Gunzo-Center ist schnellstmöglich ein Fußgängerüberweg anzulegen. (zum Vergrößern bitte anklicken) |
 |
Im Rahmen der Verkehrsberuhigung muss an die-ser Stelle dringend eine andere Lösung gefunden werden. (zum Vergrößern bitte anklicken) |
Die Quirinstraße muss ihren derzeitigen Rang als
innerörtliche Schnellstraße verlieren. In Höhe des Gunzo-Centers ist endlich
ein gesicherter Fußgängerüberweg zu installieren.
Ausdruck einer verfehlten Verkehrsführung ist auch die unansehnliche Fahrbahnabgrenzung Ecke Frankfurter Landstraße / Qurinstraße.
Dieser Anblick (Bild rechts) sollte so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören.
Areal ehemaliges Gaswerk
Das Gelände des ehemaligen Gaswerkes an der
Frankfurter Landstraße liegt in einem prägnanten und sensiblen Eingangsbereich
von Bad Homburg. Es ist beabsichtigt das Areal orientiert an einem Konzept zum
Wohnen- und Einkaufen zu erschließen. Auf Grund der außergewöhnlichen Lage
fordern wir, die Gestaltung der Bebauung so vorzunehmen, dass sie sich in die bestehenden Strukturen einfügt.
Die Erschließung des Grundstücks muss so erfolgen, dass der fließende Verkehr
auf der Frankfurter Landstraße nicht beeinträchtigt wird
 |
Zur Belebung des Ortskerns ist die Ansiedlung von Läden und die Umgestaltung der Frankfurter Landstraße unerlässlich (zum Vergrößern bitte anklicken) |
“Die Neue Mitte“
Erinnern Sie sich?
Was wurde uns nicht alles in Aussicht gestellt. Hier einige Auszüge aus dem
Werbeprospekt von 1999 zur Neugestaltung der Gonzenheimer Mitte: „.....Der
Gunzoplatz wird eine Verkehrsberuhigte Zone....; ....einen neuen, mit Leben
gefüllten Mittelpunkt....; ....Straßencafes, Markisen....und eine Ladenzeile
....laden Anwohner und Bürger ein....; ...eine Stimmung wie in Italien“.
Mit dem Rückzug des damaligen Investors zur Bebauung des Geländes ehemaliger Darmstädter Hof, hat der
Magistrat auch dasin Gonzenheim auf
breite Zustimmung stoßende Gesamtkonzept “Neue Mitte“ aufgegeben. Alle parlamentarischen
Bemühungen der SPD Fraktion konnten bislang leider nicht verhindern, dass das
Zusammenspiel der Gestaltung Gunzoplatz, Frankfurter Landstraße und Bebauung
Areal Darmstädter Hof aufgegeben wurde. Die Beibehaltung dieses „Dreiklangs“
wird eine der Forderungen der SPD an die jetzt neu zu wählende Mehrheit im
Stadtparlament sein.
Es müssen alle Möglichkeiten
ausgeschöpft werden, um die Ansiedlung von Läden verschiedenster Art zu
ermöglichen und den Ortskern zu beleben. Die Frankfurter Landstraße soll ein
verkehrsberuhigter Bereich mit dem Charakter einer Fußgängerzone werden.
Hierbei ist der Gunzoplatz so einzubinden, dass die Gesamtsituation den Anblick
eines weiträumigen Platzes vermittelt. Der innerörtliche Hauptverkehr soll vom
Bereich des Gunzoplatzes ferngehalten werden.
Vereinsleben unterstützen und fördern
In unserem Stadtteil bildet ein reges
Vereinsleben die Grundlage für die meisten kulturellen und gesellschaftlich
relevanten Veranstaltungen. Ausgangspunkt des Wirkens ist in den meisten Fällen
das Vereinhaus Gonzenheim. Hier sind neben der freiwilligen Feuerwehr bis zu 24
Vereine ansässig.
Jeder einzelne dieser Vereine nimmt eine für
unsere Gesellschaft wichtige Aufgabe wahr. Um so unverständlicher und absurder,
ist die derzeitige Diskussion über die Erhebung von Gebühren für die Nutzung
der Vereinshäuser. Wir werden es nicht zulassen, dass die Vereine für ihr
Engagement zu Kasse gebeten werden. Auch der, in den letzten Jahren immer
größer gewordene bürokratische Aufwand zur Nutzung der Räumlichkeiten oder der
Organisation von Veranstaltungen wollen wir beseitigen.
Ferner unterstützen wir die Bemühungen des
Geschichtlichen Arbeitskreises zur Einrichtung einer Heimatstube in Gonzenheim.
Dabei erwarten wir, was die Ausstattung betrifft, eine Gleichbehandlung mit anderen Stadtteilen.
Kinderbetreuungseinrichtungen/Spielplätze
Auch in Gonzenheim sind die Kinder-gärten aufgrund
einer Initiative der SPD-Fraktion ab dem 01.04.2006, vormittags bis 12.00 Uhr
gebührenfrei. Leider ist die Mehrheit im Stadtparlament dem Willen der SPD
Fraktion für eine ganztägige Gebührenbefreiung noch nicht gefolgt. Vor allem die CDU, die noch im Oktober 2005
unseren Antrag unterstützte, ist durch
ihre nicht nachvollziehbare Meinungsänderung, für das Scheitern unseres
Ansinnens verantwortlich. Dies hat jetzt leider zur Folge, dass gerade die Familien,
in denen aus finanziellen Gründen beider Elternteile berufstätig sind,
weiterhin Gebühren für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssen.
Der von uns seit Jahren eingeforderte Spielplatz am
Ende der Straße Lange Meilekönnte
eigentlich schon längst zum Spielen einladen. Auch hier gilt, außer
Ankündigungen ist nichts erfolgt. Wir wollen dafür sorgen, dass er nun endlich
Wirklichkeit wird.
nach oben 
|